Masterplan für die Entwicklung des Museums Schloß Salder

Auftraggeber: Stadt Salzgitter

Projektdauer:  2/2011 - 9/2011

Für das Museum Schloss Salder wird ein Masterplan zur Weiterentwicklung der bestehenden Museumskonzeption erarbeitet. Beauftragt wurde eine Arbeitsgruppe unter Leitung von Dr. Susanne C. Meyer, AG Kultur, Berlin.

Meine Arbeit

Der 105 Objekte umfassende Sammlungsbestand Mobilität (Schienenfahrzeuge, Kraftfahrzeuge, Fahrräder samt der für die Instandhaltung der Straßen- bzw. Schieneninfrastruktur genutzten Fahrzeuge sowie Großobjekte der dazu gehörenden Infrastruktur) ist im historischen Zusammenhang zu bewerten. Zudem sollen Flächenvorgaben zur Präsentation im Rahmen des Umbaus oder der Erweiterung der vorhandenen Bausubstanz entwickelt werden.

Das Ergebnis, den Masterplan, stellt die Stadt Salzgitter zum Download bereit. Weitere Informationen der Stadt Salzgitter gibt es hier.

 

Martin Ochmann, Salzgitter Zeitung vom 21. 5. 2010 Zum Beitrag

Alstom-Zugmuseum soll ins Schloss Salder umziehen

Eigentlich passt alles gut zusammen: Alstom will sein Eisenbahn-Museum der Stadt als Leihgabe zur Verfügung stellen, die Stadt hat mit dem Museum Schloss Salder einen geeigneten Ausstellungsort. Allerdings kostet ein Umzug viel Geld.

Und das muss die Stadt bezahlen. Wie, das steht derzeit noch in den Sternen. Doch immerhin, dass das Alstom-Eisenbahnmuseum im Museum Schloss Salder gut untergebracht wäre, darüber besteht Einigkeit.

„Die Verhandlungen befinden sich noch in einem Frühstadium, aber das Projekt ist angeschoben“, sagt Alstom-Sprecher Immo von Fallois. Alstom wolle einen Großteil der mehr als 20 historischen Waggons und Triebwagen der Stadt Salzgitter als Leihgabe überlassen.

Derzeit stehen die Fahrzeuge noch in einer Halle auf dem Firmengelände, das Museum ist nicht öffentlich zugänglich. Das soll nicht nur nach dem Willen von Alstom anders werden. „Wir sind seit längerem mit der Stadt Salzgitter in Kontakt, insbesondere, weil wir die sehr wertvollen Exponate gerne der Öffentlichkeit zugänglich machen wollen. Im Museum Schloss Salder können wir uns das sehr gut vorstellen“, sagte von Fallois.

Dafür müsste die Halle aufgebrochen und die Exponate überführt werden. „Das ist sehr teuer“, so von Fallois. Allein die Renovierung der Halle, in der die Züge derzeit untergebracht sind, werde Alstom zwischen eins und zwei Millionen Euro kosten. Ein Teil der Ausstellungsstücke soll in dieser Halle stehen bleiben. Von Fallois: „Die Stadt hat ihren Willen bekundet, aber uns fehlt ein abschließendes Konzept.“

Auf ein Konzept wartet man auch bei der Stiftung Nord-LB/Öffentliche. Es soll einleuchtend darlegen, wie das Eisenbahnmuseum in das Museum Schloss Salder eingegliedert werden kann. Wie viel Platz braucht man? Wie soll das Wissen vermittelt werden? „Es geht jetzt um gesamtkonzeptionelle Fragen, wir müssen gucken, ob die Stadt Nägel mit Köpfen macht“, sagte der Geschäftsführer der Stiftung Axel Richter.

Er kündigte an, dass die Stiftung die Erstellung eines entsprechenden Konzepts finanziell unterstützen würde. „Das würden wir tun, es liegt jetzt an der Stadt, jemanden zu finden, der das macht“, sagte Richter. Aus dem Rathaus gab es gestern dazu keine Stellungnahme, Stadtrat Rainer Dworog war nicht zu erreichen.

Ob die Stiftung auch den Umzug des Museums finanziell unterstützen würde, ließ Richter offen. Nachdem die EU im vergangenen Jahr einen Förderantrag für den Ausbau des Kornspeichers in Salder zum Kunstmuseum abgelehnt hatte (SZ berichtete), zog auch die Stiftung eine Förderzusage in Höhe von 500.000 Euro, die unter anderem an die Zusage der EU gebunden war, zurück.

Dieses Geld ließe sich nicht einfach für den Umzug des Eisenbahnmuseums verwenden. „Das geht formal so nicht“, sagte Richter. Aber: „Der Stiftungsvorstand hat signalisiert, dass er den Standort Museum Schloss Salder ganz, ganz wichtig findet.“


In Zusammenarbeit mit

Dr. Susanne Meyer zu diesem Partner,

Dr. Beate Bollmann zu diesem Partner,

Peter Gössel zu diesem Partner